Archiv des Autors: Sigrid
JA SAGEN
Ja sagen
zum Lebendas mit dir
und deinen Worten
spieltvoller Heimlichkeit
Tücken und WunderLust- und Trauerspiel
deines Daseins
Aus Rose Ausländer: Im Aschenregen die Spur deines Namens. Gedichte und Prosa 1976, 1984
Stiefmütterchen (Collage)
ZEIT UND EWIGKEIT
Du fragst, was ist die Zeit? Und was die Ewigkeit?
Wo hebt sich Ewiges an und hebet auf die Zeit?Die Zeit, sobald du sie aufhebst, ist aufgehoben,
wo dich das Ewige zu sich erhebt nach oben.Die Zeit ist nicht, es ist allein die Ewigkeit,
die Ewigkeit allein ist ewig in der Zeit.Sie ist das in der Zeit sich stets Gebärende,
als wahre Gegenwart die Zeit Durchwährende.Wo die Vergangenheit und Zukunft ist geschwunden
in Gegenwart, da hast du Ewigkeit empfunden.Wo du Vergangenheit und Zukunft hast empfunden
als Gegenwart, da ist die Ewigkeit gefunden.
Friedrich Rückert (1788 – 1866),
»Weltpoesie allein ist Weltversöhnung« – Friedrich Rückert war überzeugt:
Menschen können einander nur verstehen, wenn sie sich mit Literatur und Kultur des jeweils anderen auseinandersetzen. Den Sprachwissenschaftler und Dichter aus Franken faszinierte besonders der Orient.
Er übersetzte den Koran und das persische Nationalepos ›Schahname‹. In seinen eigenen Gedichten feierte Rückert die romantische Liebe, besang den Kampf für politische Freiheit und beklagte die Folgen der beginnenden Industrialisierung: Armut und Umweltzerstörung.
Quelle: Informationsschrift zur Ausstellung in Erlangen im November 2016 „Fremder Welten Klang“, zum 150. Todestag von Rückert.
Frühlingsfelder (Collage)
ICH WÜNSCHE DIR
Ich wünsche dir,
dass das Glück
in dir Wurzeln schlägt
und die Freude dich
zu gespannter Erwartung
auf die Überraschungen
des Lebens hinbewegt.Ich wünsche dir,
dass fröhliche Lieder in dir
deine Lebendigkeit
zum Klingen bringen
und tanzend
neue Kreise ziehen.Ich wünsche dir,
dass sich die Zuversicht
hell wie das Morgenlicht
auf deinen Wegen
ausbreitet
und dich beschwingt
der Zukunft entgegengehen lässt.
(Christa Spilling-Nöker)
Strelitziae Reginae (Collage)
Eine Weisheit von Buddha
BÄUME (Erich Kästner)
NIEMALS (Laine Parsons)
Versuche niemals alles zu verstehen
manches wird nie recht viel Sinn ergeben.
Sträube dich niemals, deine Gefühle zu zeigen.
Wenn du glücklich bist, zeige es.
Wenn du es nicht bist, finde dich damit ab.
Scheue dich niemals davor, etwas zu verbessern
die Ergebnisse könnten dich überraschen. . . .
Lade dir niemals die Last der Welt auf deine Schultern.
Lass dich niemals von der Zukunft einschüchtern
lebe einen Tag nach dem anderen.
Fühle dich niemals der Vergangenheit schuldig
was geschehen ist, ist nicht mehr zu ändern.
Lerne aus den Fehlern, die du gemacht hast.
Fühle dich niemals allein
es gibt immer jemanden, an den du dich wenden kannst.
Vergiss niemals, dass vieles, was du dir vorstellen kannst,
auch erreichbar ist.
Stelle dir das vor! Es ist nicht so schwer, wie es aussieht.
Höre niemals auf zu lieben.
Höre niemals auf zu glauben
Höre niemals auf zu träumen.






