COLLAGEN – COLLAGEN – COLLAGEN

Zum Malen brauche ich viel, viel Zeit . . . ungestörte Stunden ohne irgendeinen Termin, ohne eine Unterbrechung. Und diese Zeit habe ich derzeit sehr wenig.

Allerdings begleiten mich meine COLLAGEN, die ich seit vielen Jahren anfertige – oft in Form von „Journal Pages„, das sind tagebuchähnliche Materialbilder – immer noch, immer wieder. Und immer wieder neu.

Blick auf den Collagentisch

ANBEGINN von Eva Strittmatter

Ein Gedicht
Nun habe ich wieder einmal ein Gedicht gefunden, das mir sehr gut gefällt.
Es vermittelt – hoffentlich nicht nur mir – wahre, freie, positive und frohe Gedanken.
Eva Strittmatter hat es verfasst.

Mein Leben setzt sich zusammen:
Ein Tag wie dieser. Ein anderer Tag.
Glut und Asche und Flammen.
Nichts gibt es, was ich beklag.

Früher habe ich so gefühlt:
Irgendwas Großes wird sein.
Inzwischen bin ich abgekühlt:
Es geht auch klein bei klein.

Was soll schon Großes kommen?
Man steht auf, man legt sich hin.
Auseinandergenommen,
Verlieren die Dinge den Sinn.

Doch manchmal sind solche Stunden
Von Freiheit vermischt mit Wind.
Da bin ich ungebunden
Und möglich wie als Kind.

Und alles ist noch innen
In mir und unverletzt.
Und ich fühle: gleich wird es beginnen,
Das Wunder kommt hier und jetzt.

Was es sein soll? Ich kann es nicht sagen
Und ich weiß auch: das gibt es gar nicht.
Aber plötzlich ist hinter den Tagen
Noch Zukunft ohne Pflicht.

Und frei von Furcht und Hoffen
Und also frei von Zeit.
Und alle Wege sind offen.
Und alle Wege gehn weit.

Und alles kann ich noch werden,
Was ich nicht geworden bin.
Und zwischen Himmeln und Erden
Ist wieder Anbeginn.

Diesjährige Jahresausstellung „MEER und MEHR“

Meine diesjährige Jahresausstellung heißt „MEER und MEHR“.

Es gibt Gemälde, Aquarelle, Collagen, Nixenfiguren, Fundstücke vom Meer und Materialbilder zum Thema zu sehen.

Oft werde ich gefragt, wie ich meine Themen finde.
Sie fliegen mir zu, sie drängen sich auf, sie sind einfach da und dann greife ich zu.
So einfach ist das.

Ich liebe das Meer, somit auch Texte über das Meer und Meeresdarstellungen.

Ein eigenes Kurzgedicht lautet:

„Das Meer in mir“ (2014)

Ich liebe die Wüste, das Meer ohne Wasser,
ich liebe den Ozean, den hohen Himmel dazu.
Diese Weite öffnet mir das Herz und alle Sinne.
Die Gedanken werden frei.

Die Gedanken sind frei.

. . . . . und das ist es, was mich bewegt: die Freiheit, die Sehnsucht, die Weite, das Hohe und das Tiefe – und all das und noch viel mehr – bietet das Meer.

Für meine Besucher lege ich Bücher -passend zum Thema- zum Betrachten aus.
Es gibt auch zwei Collagenbücher von 2014 zu sehen.
Grußkarten und einige Meeres-Kalender mit Fotos meiner Arbeiten, sind zu erwerben.

Das neueste Bild der Ausstellung, „Meerbild“, ist ein 200×120 cm großes Gemälde in Mischtechnik, d.h. ich verwendete Acrylfarben, Lack,
Ölpastellstifte und Sand.
Blau dominiert, das Meer umfasst nahezu das ganze Bild, nur am unteren Rand ist ein Strandstreifen zu sehen. Eine Möwe fliegt über das Wasser
und bei genauerem Hinsehen, entdeckt man eine im Blau schwebende Nixe und Fische.

Hellas Meer 083

Auch bei den ca. DinA 4 großen Meeresbildern in unterschiedlichen Techniken und den Collagen, muss man näher hinsehen, um die vielfältige Darstellung von Meereseindrücken zu erfassen.

Einige farbstarke, aus Holz ausgesägte oder auf Fundholz gemalte Nixen, die ich schon Anfang 2000 herstellte, begleiten die Schau.

Die meisten der 20 kleinen Aquarelle, die alle einen Blick auf Himmel und Wasser darstellen, sind in Griechenland, direkt am Meer entstanden. Es sind Farbeindrücke, die unterschiedliche Stimmungen zeigen.

Gerne beschäftige ich mich spielerisch mit Material, wie z.B. bei den beiden Materialbildern.
Für das Bild „Schiffsschwarm“ faltete ich viele kleine Schiffchen aus Pralinenpapier, arrangierte sie und klebte sie auf.
Auf dem Bild „Lustige Fische“ benutzte ich u.a. auch Köderfische für Angler.

Bei aller Arbeit, die die Kunst macht, ist es mir wichtig, dass die Freude am Tun eine Rolle spielt und das geht für mich am besten,
wenn ich experimentell- spielerisch arbeite und immer wieder einmal Neues ausprobiere.
Die Ideen dazu sind mir bislang noch nie ausgegangen.

Die Ausstellung kann nach dem 17. und 18. Januar 2015 noch im Januar und Februar nach telefonischer Anmeldung besucht werden: 06403-76014